Bäckerei Info Rezepte

Die Brezel und das Bäckerwappen

Brezel

Die Brezel und das Bäckerwappen

Die Brezel und das Bäckerwappen! In welchem Zusammenhang stehen diese beiden Dinge eigentlich? Woher kommt die Brezel und wie kam sie als Gebäck in das bekannte Bäckerwappen? Das älteste nachweisbare Wappen ist datiert auf 1111 nach Christus. Warum sich die Bäcker gerade für dieses Gebäck entschieden, erklärt die Geschichte. Denn die Brezel zählten zu den Gebildbroten antiken-christlichen Ursprungs.

Brezel
Brezel

Ihr Name kommt vom althochdeutschen “Brezitella” auf das lateinische “Brachiatellium“, zu übersetzen etwa mit “Ärmchen“: Der Brezel symbolisiert zum Beten verschränkte Arme. Aus dem römischen Ringbrot, das im frühen Christentum für das Abendmahl verwendet und meistens nur zu besonderen Anlässen gebacken wurde. Den Schritt zur heute geläufigen Brezelform stellte das Aneinanderführen und Verbinden dar. Diese Herkunft sowie die enge Verbindung zum christlichen Glauben erklärt, weshalb der Brezel als “heiligem Gebäck” besondere Segens- und Heilkraft zugeschrieben wurde.

Das Bäckerwappen

Die Brezel ist ein traditionelles Zeichen des Bäckerhandwerks. Brezelabbildungen finden sich in den Wappen von Bäckerzünften, auf den Ladenschildern von Bäckereigeschäften und in den Firmenlogos vieler Bäcker und Backwarenhersteller und auch beispielsweise im Logo des Zentralverbandes des Deutschen Bäckerhandwerks und der Dänischen Bäcker- und Konditorenvereinigung. Karl der V. verlieh im Jahr 1529 den Wiener Bäckern für ihre Verdienste während der ersten Türkenbelagerung von Wien offiziell die beiden aufgerichteten Löwen. Die Türkischen Streitkräfte versuchten damals eine Art Stollen unter die Stadtmauern zu graben um einen Weg in die Stadt zu finden. Bäcker, die stets in der Nacht arbeiteten, sollen die Geräusche zuerst gehört haben. Man sagt, sie kämpften wie die Löwen, weshalb sie seitdem zwei aufgerichtete Löwen in ihrem Wappen führen. Im unteren Bereich werden Wecken oder das früherer Timpenbrot dargestellt. Heute gibt es natürlich auch moderne Wappen!

Bäckerwappen
Bäckerwappen

Rechtliches

Gebäckbezeichnungen wie „Bayerische Breze“ sowie „Bayerische Brezn“, „Bayerische Brez’n“ und „Bayerische Brezel“ dürfen nur für Produkte verwendet werden, die in Bayern hergestellt wurden und der eingetragenen Spezifikation entsprechen; auch Tiefkühlteiglinge fallen unter den Bezeichnungsschutz. Meistens finden wir die Bezeichnung “Laugenbrezel” auf den Verpackungen im Einzelhandel oder beim Bäcker! Genauso ist es ja auch beim Dresdner Christstollen oder den Aachener Printen.

Was ist enthalten?

Grundsätzlich besteht diese Backwaren aus Weizenmehl, Butter, Salz, Hefe und Wasser. In manchen Regionen gibt es auch süße oder dunklere Varianten. Die Teiglinge werden mit einer Natronlauge benetzt was die Optik und den Geschmack ausmacht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.